Neubau eines Parkplatzes in der Ortsmitte von Kirchberg
Die Gemeinde Tiefenbach konnte im Jahr 2020/2021 ein Grundstück im Ortszentrum des Ortsteils Kirchberg vorm Wald erwerben. Nach dem Erwerb des Grundstücks wurden in den Folgejahren Haushaltsmittel für die Planung von Parkmöglichkeiten bereitgestellt und die Planung entsprechend von der Verwaltung beauftragt und vorangetrieben. Als Ergebnis der Planung sollen nun 18 Parkplät-ze sowie ein Parkplatz für Menschen mit Behinderung errichtet direkt in der Ortsmitte von Kirchberg vorm Wald errichtet werden. An der Grundstücksgrenze zum bisherigen Eigentümer soll dabei ein Holzzaun mit einer Höhe von 2,0 m errichtet werden, welcher gleichzeitig auch die Funktion eines Sichtschutzes auf sein weitläufiges Grundstück darstellt. Diese Ausführung war der ausdrückliche Wunsch des Veräußerers. Ohne Zusage zur Errichtung eines Holzzauns in dieser Höhe wäre es gar nicht zu einem Grunderwerb gekommen. Diesem Wunsch ist die Gemeinde in der Planung nachgekommen. Bisher war der Sichtschutz durch eine ca. drei Meter große Thujenhecke sichergestellt. Durch die geplante Maßnahme findet somit in jedem Falle eine Aufwertung des gesamten Bereiches statt. Die technische Planung wurde mit der Kreisstraßenverwaltung abgestimmt. Seitens der Kreis-straßenverwaltung gibt es keinerlei Einwände gegen die Errichtung eines Parkplatzes parallel zur Kreisstraße PA 95. Entsprechend den technischen Vorgaben der Kreisstraßenverwaltung wird die Entwässerung so hergestellt, dass kein Oberflächenwasser auf die angrenzende Straße gelangt. Mit der Planung werden alle technischen und baurechtlichen Vorgaben erfüllt. Die 18 Einzelparkplätze wurden mit einer Tiefe von 5,50 x 2,60 m breite geplant. Der Parkplatz für Menschen mit Behinderung hat eine Tiefe von 5,50 x 3,50 m breite. Die rückwärtige Fahrgassenbreite liegt bei allen Parkplätzen bei mehr als 6,0 m.
1. Bürgermitwirkung
Die Idee zur Schaffung eines Parkplatzes stammt von den Bürgerinnen und Bürgern des Ortsteils Kirchberg vorm Wald. Auf Initiative des Grundstückseigentümers und der unmittelbaren Anwohner wurde das Anliegen zur Errichtung eines Parkplatzes in der Bürgersprechstunde des Bürgermeisters vorgetragen. Nach einer entsprechenden Beratung im Bau- und Umweltausschuss wurden die Planungen dafür eingeleitet. Das Projekt wurde in der Bürgerversammlung am 23. November 2023 im Ortsteil Kirchberg vorm Wald vorgestellt und diskutiert.
2. Zielsetzung
2.1 Erreichbarkeit
Das geplante Projekt verbessert die Erreichbarkeit zu einer Vielzahl von öffentlichen, bürgerschaftli-chen oder kirchlichen Einrichtungen und schafft einen Mehrwert für alle Bevölkerungsschichten. In unmittelbarer Nähe des geplanten Standorts befindet sich eine Gaststätte mit Vereinsheim der Schützen, ein Kinderbauernhof mit Streichelzoo und der Einstieg in den öffentlich zugänglichen Pano-ramawanderweg sowie viele weitere Einrichtungen für die breite Bevölkerung. Im August/September 2024 wird zudem von der Gemeinde ein öffentlicher Spielplatz errichtet, welcher ca. 100 m entfernt ist. Die Erreichbarkeit von weit über 10 Anwesen (Schützenheim und Gasthof Zacher,Pfarrkirche Johannes der Täufer,Pfarrheim Kirchberg,Edeka und Getränkemarkt Rohrhofer, Friedhof mit öffentlicher WC-Anlage,Mini-Vierseit-Streichelzoo für Kinder und öffentlicher Spielplatz,Einstieg in den Panoramawanderweg rundum Kirchberg,Rasenspielfeld DJK Kirchberg mit Festplatz,Turnhalle für Schul- und Freizeitsport, Kindertagesstätte,Musikheim für die Blaskapelle und öffentliche Bücherei) wird mit dieser Maßnahme verbessert.
2.2 Aufenthaltsqualität
Das Projekt erhöht die Aufenthaltsqualität und steigert die Kommunikation innerhalb der Ortsbevöl-kerung indirekt. Am Parkplatz selbst werden keine Sitzmöglichkeiten oder ähnliches geschaffen. Vielmehr versucht die Gemeinde durch die Neuerrichtung eines öffentlichen Spielplatzes das Angebot vor Ort weiter abzurunden. Durch eine zentrale Parkmöglichkeit werden für die Nutzung von vielen vorhandenen Einrichtungen kurze und einfache Wege geschaffen. Dies stärkt die Attraktivität des Ortskerns, verbessert die Verkehrssicherheit und schafft somit einen Mehrwert für alle. Seitens der Gemeinde möchte man Ressourcen sparen und nachhaltig wirtschaften und das letzte fehlende Puzzlestück für diesen Bereich verwirklichen.
2.3 Freizeit und Erholung
Alle umliegenden vorhandenen Freizeitmöglichkeiten sind fußläufig erreichbar, z. B. Streichelzoo, Wanderweg, öffentlicher Spielplatz, Schützenheim, Sportanlagen und Bücherei.
2.4 Verkehrssicherheit
Bisher parken alle Fahrzeuge immer entlang der Friedhofsmauer auf dem öffentlichen Gehweg. Fuß-gänger, Rollstuhl- oder Rollatorfahrer müssen daher oft auf die Kreisstraße ausweichen. Außerdem hebt sich das Pflaster des Parkplatzes von dem Asphalt der Fahrbahn ab, dass eine optische und geringfügige Reduzierung der asphaltierten Fahrbahnbreite erfolgt.
2.5 Entsiegelung
Durch den Parkplatzbau erfolgt keine Entsiegelung von Flächen zu Stande.
2.6 Wasserabfluss
Die versiegelten Flächen werden so ausgeführt, dass die eine Sickerfähigkeit zwischen den einzelnen Fugen hergestellt wird, dass die versiegelte Fläche einen Teil des anfallenden Wassers wieder vor Ort versickert werden kann.
2.7 Biologische Vielfalt
Vor dem Ankauf durch die Gemeinde war eine 3 Meter hohe Hecke aus nichtheimischen Thujen. Thu-jen sind für die Natur und Tiere nicht positiv. Sie bilden maximal Beschattung, aber keinen Lebens-raum für Kriechtiere oder Vögel. Durch die Pflanzung von regionalen Baumen und Sträuchern wird auf jeden Fall mehr Lebensraum für Artenvielfalt geschaffen, als vor der Maßnahme vorhanden war.
2.8 Dezentrale Wärmeversorgung, E-Mobilität, Energieeinsparung
Diese Punkte und Ziele wurden mit der Planung nicht verfolgt, da die Kosten im Rahmen gehalten werden sollten und es aktuell keine Fördermöglichkeiten für die Schaffung von E-Ladesäulen oder dergleichen gibt, die mit der Maßnahme in Anspruch genommen werden können.
3. Kosten
Die finalen Baukosten (ohne Planungskosten) liegen aktuell bei 222.109,93 €/brutto. Die Maßnahme wird voraussichtlich mit 74.947,56 € gefördert. Die Fördermittel kommen aus dem Fördertopf: Dorferneuerungs- und Infrastrukturprojekte zur Umsetzung des ELER-Programms 2023 bis 2027 in Bayern; Förderung nach der Richtlinie des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus (StMELF). Die Abwicklung erfolgte über das Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern.