Sehenswertes

Jackinger Linde

Die uralte Linde in der Ortschaft Oberjacking zählt zu den imposantesten der rund 60 Naturdenkmäler im Landkreis Pasau. Über ihr Alter herrschen unterschiedliche Meinungen. Nur eine dendrochronologische Untersuchung könnte exakte Angaben zum Alter dieses großmächtigen Baumes mit seiner weitausladenden Baumkrone bringen. Zusammen mit den anderen Linden im Bereich von Oberjacking bildet sie überdies ein harmonisches Ensemble.
Der seit 1984 wiederholt verliehene Kulturpreis der Gemeinde Tiefenbach ist in Form silberner Lindenblätter gestaltet und bringt so die Bedeutung dieses Baumes symbolisch zum Ausdruck.



Schloss Haselbach

Das ehemalige Hofmarkschloss Haselbach, in dem heute eine Landbrauerei untergebracht ist, stellt sich als kleine 4-Flügel-Anlage mit Risalit um einen geschlossenen Innenhof dar. An der Nordwestecke erhebt sich ein aus Bruchstein gemauerter, spätmittelalterlicher Rundturm mit Helmdach, der auf die früheste Bauphase verweist. Die Entstehung des Schlossen im 11./ oder 12. Jahrhundert wird oft mit regionalen Adelsgeschlechtern in Verbindung gebracht, doch ist hier die Quellenlage sehr unsicher. Nach eine wechselvollen Geschichte ging die Anlage 1871 definitiv in die Hände der bürgerlichen Familie Stockbauer über.


Feldkapellen und Feldkreuze

Verstreut über das ganze Gemeindegebiet von Tiefenbach finden sich Feldkapellen und Feldkreuze als Denkmale in der Flur. Die Bausubstanz alter Kapellen in Ortschaften (z.B. Rötzing), nahe Gehöften (z. B. Mautner, Haselmühle), oder an Straßen (zwischen Haselbach und Ranzing) hat durch Umwelt- und Witterungseinflüsse häufig starken Schaden gelitten und so zur Errichtung neuer (Ersatz-) Kapellen geführt. Der Ursprung solcher Kapellen geht nicht selten auf fromme Gelübde und Versprechungen einzelner Personen zurück. Erinnerungszeichen und ebenfalls Ausdruck der traditionellen Volksfrömmigkeit sind gusseiserne oder hölzerne Feld- und Flurkreuze. Sie weisen in der Regel auf Plätze und Stellen hin, an denen Personen durch einen Unfall oder Unglücksfall jäh zu Tode kamen. Zahlreiche dieser Kreuze, die seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhundert errichtet wurden, sind im Zuge einer Sanierungsmaßnahme vor einigen Jahren restauriert worden und beleben jetzt als religiöse Flurdenkmale unsere Kulturlandschaft. Während die Flurkreuze an Straßen und Wegen in erster Linie das Totengedenken anregen sollen, haben und hatten die Kapellen oft einen anderen, mehr praktischen Sinn zu erfüllen. Da der Weg zur nächsten Pfarrkirche besonders früher weit und beschwerlich war, hielt man in ihnen Maiandachten ab oder betete hier seine Rosenkränze.


Pestsäule und „Kaisa und Kini"

Aus der Endzeit des 30-jährigen Krieges stammt das älteste religiöse Flurdenkmal auf Tiefenbacher Gemeindegebiet, welches heute einen Standort nahe des Heimatmuseums gefunden hat. Die etwa mannshohe Säule mit ausgeformtem Kopfteil und eisernem Doppelkreuz soll in der Zeit um 1633/1635 während einer grassierenden Pestepidemie gesetzt worden sein, vielleicht zum Zeichen des Dankes für die Verschonung vor der Seuche.

In ihrem Kopfteil befindet sich eine vor wenigen Jahren vom Tiefenbacher Künstler Peter Limmer geschaffene Darstellung des Pestheiligen Sebastian, dessen Martyrium auf die Pest hinweisen soll. Das genaue Datum der Erstaufstellung dieses Bildstockes ist nicht bekannt, doch wurde er am Pfingstsonntag des Jahres 1930 neuerlich geweiht.

Im Lohwald an der Grenze zur Nachbargemeinde Ruderting stehen seit 1691 zwei Grenzsteine, die die Grenze zwischen Kurbayern und dem Hochstift Passau markierten und seit Menschengedenken im Volksmund „Kaisa und Kini" genannt werden. Die Benennung und die Größe der Steine spiegelt die Rangunterschiede von Kurfürst und Bischof wider. Der „Kaisa" oder größere Stein steht für den Bayernherrscher, der im Rang über dem Passauer Bischof oder „Kini" steht. Bei den Steinen sind die Namenskürzel der 1691 regierenden Herrscher in Bayern und Passau eingemeiselt. Mit der Setzung dieser Steine wurde der genaue Grenzverlauf der Herrschaftsterritorien abgegrenzt.


Kirche St. Johannes der Täufer in Kirchberg v. Wald

Erstmals im Jahre 1419 findet sich eine urkundliche Erwähnung der Kirche. Architektonische Bestandteile wie der Chor stammen auch aus der Zeit der Spätgotik. Das Patrozinium St. Johannes d. Täufer deutet auf eine alte Taufkirche hin. Mitte des 18. Jahrhunderts verlängerte man das Langhaus der Kirche. Im Jahre 1906 wurde anstelle des bisherigen Turmes ein neuer Turm an der Südseite aufgebaut. Modernistische Strömungen sorgten dafür, dass die alte Barockeinrichtung um die Jahrhundertwende verschwand. Bemerkenswert sind in der Kirche mehrere Rokokofiguren und Barockstatuen.

 




Kirche St. Margareta in Tiefenbach

Eine Urkunde nennt bereits 1190/1200 einen Pfarrer von Tiefenbach. Somit könnte schon zu dieser Zeit eine Kirche im Ort gestanden haben. Baugeschichtlich dem 14. Jahrhundert zuzuordnen ist das Turmuntergeschoss des bestehenden Kirchenbaues. Der Chor, die angebaute Sakristei, die Nebenkapelle und der Turm stammen aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. In den Jahren 1842/44 wird das Langhaus im neugotischen Stil umgebaut und bedeutend vergrößert. Im Kircheninneren dominiert der neugotische Hochaltar; mehrere Barockfiguren sowie einige interessante Epitaphien von lokalen Adelsfamilien sind sehenswert.

 

 

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